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Annika berichtet weiterhin fleißig über ihre Aktivitäten und Erlebnisse. Sie finden diese Berichte im Menü unter Annikas Blog. Wir freuen uns über die wichtige Information, dass Annika bei aller Problematik dort zu leben und für uns tätig zu sein, so gut mit dem Leben der Tansanianer zurecht kommt. Mit ihren Informationen wollen wir bei dringender Notwendigkeit natürlich sofort auf Notlagen reagieren und beraten, wie wir die Hilfe sofort organisieren können. Das ist und wird nicht einfach sein und unsere "Prioritätenliste" der zu lösenden Aufgaben ist bekanntlich sehr umfangreich geworden. Das Hauptaugenmerk unserer Aktivitäten ist jetzt darauf gerichtet, die benötigte Geldsumme von ca. 8.000 Euro für die Dachkonstruktion des Schulneubaus aufzubringen. 2.500 Euro haben wir schon dafür und dieser Betrag wird demnächst überwiesen. Hiervon wird erst einmal notwendiges Material gekauft und sicher zwischengelagert. Leider steigen dort die Preise für Baumaterial ständig, so dass wir gerne dem Rat von Patrick Mshana und Bauleiter Msafiri Mvambo entsprechen werden, diese Teilsumme jetzt schon dafür zur Verfügung zu stellen.
Auf verschiedenen Veranstaltungen im April und Mai werden wir Unterstützern und Freunden unseres Hilfsprojektes über den Stand unserer Aktivitäten und ausführlich über die letzen beiden Reisen vom November 2009 und Februar 2010 berichten. Sehr gern bieten wir hier die Möglichkeit, die Zeitschrift "Kidspower" Heft 4/2008 der Naturfreundejugend zum Thema "Afrika" als PDF-Datei herunter zu laden. Die Redakteurin Melanie Werner beschreibt sehr anschaulich und spannend die Situation der Kinder in Afrika. Hierin ist auch der Reiseebericht von Anne Wolf und Jörg Schwarze von unserer Reise vom 01.-13. Februar 2008 enthalten. Schon nicht mehr ganz aktuell, aber trotzdem unbedingt noch erwähnenswert: Toller Artikel "Ausnahmezustand am Gymnasium Weferlingen - ... „Zehn Prozent aller Einnahmen werden für den Schulbau in Nambala und Nganana verwendet...". Wir sind begeistert und sagen Danke !
Unsere Reisegruppe ist nun aus dem Projektgebiet zurückgekehrt. Im Gepäck haben sie neben vielen Erlebnissen und Eindrücken auch Grüße, Danksagungen und sogar Geschenke der afrikanischen Familien an ihre Paten.
Ganz besonders freuen wir uns über die persönlichen Dankesschreiben des Bildungsverantwortlichen des Meru-Distriktes. Er bedankt sich für Spenden, die den Schulneubau ermöglichen. Diese Schreiben wird Eckard Krause Ihnen in der nächsten Zeit übergeben können. Große Begeisterung riefen auch die Malkästen der Firma Dähne bei Kindern und Lehrern hervor. Es wurde sogleich ein Malwettbewerb angeregt, deren schönste Ergebnisse prämiert werden sollen! Annika Schulze bleibt bei Familie Mshana und übernimmt in Zusammenarbeit mit Baraka Mshana in den nächsten Wochen die Klärung vieler anstehender Detailfragen, die das Projekt weiter voranbringen werden. Mit dem jetzigen Besuch wurde in Abstimmung mit der Bildungsverwaltung des Meru-Distriktes eine der nur 2 Berufsschulen in unsere Förderung aufgenommen. Das ist für unsere Ziele ein zentraler Schritt: damit sichern wir nun die komplette Bildungskette in der Region vom Kindergarten bis zum Berufsstart ab!
So können wir die optimalen Voraussetzungen in dieser wirtschaftlich unterentwickelten Region schaffen, daß Familien die Armut in Zukunft überwinden können. Eine gesicherte, kontinuierliche Schul- und Berufsbildung waren bisher für die wenigsten vorstellbar. Ohne Beruf besteht jedoch fast keine Chance, chronischer Armut und Krankheit zu entkommen. Auch auf diesem Besuch war es eindrucksvoll zu erleben, welche Hoffnung und auch welche Anstrengungsbereitschaft unser Engagement bei Menschen weckt, die vorher keinerlei Zukunftsperspektiven hatten! Vorstellung Berufsschule Singisi: Diese Berufsschule bietet eine 2 jährige Berufsausbildung für Schüler an, die nicht in die Sekundarstufe wechseln konnten, d.h. deren Schulausbildung mit Klasse 7 enden mußte. Die Ausbildung erfolgt zum: - Tischler
- Koch
- Bauarbeiter/ Konstrukteur
- Schneider
- Elektroservicekraft
Der Leiter der Einrichtung ist Herr Mr. Elias Nnk'o. Es werden ca. 100 – 120 Studierende von nur 7 Lehrern ausgebildet! Zur Zeit lernen 55 Schüler im 1 Lehrjahr, 50 Schüler im 2. Lehrjahr. 13 der jetzigen Schüler sind Waisen bzw. Halbwaisen. Das Lehrgeld beträgt ca. 25 Euro/Jahr. Die momentane Ausstattung der Schule ist kaum vorstellbar: Tischlerausbildung ohne Hobelbank – quasi nur mit Säge und Hammer! 4 Mädchen in der Schneiderei teilen sich eine Nähmaschine! Wir fanden zwei tolle Erfahrungsberichte zur Singisi-Schule im Internet und möchten Euch diese nicht vorenthalten. Bericht 1, Bericht 2 Mit im Gepäck hat Eckard Krause nun eine Liste von dringend benötigten Material und den entsprechenden Kosten für die Ausbildung an dieser Schule. Wer an einer Unterstützung dieser Schule interessiert ist, kann sich über den E-mail-Kontakt an Eckard Krause persönlich wenden! 25 Euro Lehrgeld pro Jahr klingt nicht viel, dennoch ist bei einigen der Waisen der Abschluß gefährdet, weil sie das Geld nicht mehr beschaffen können. Es wird gegenwärtig geprüft, in welchen Fällen dort Unterstützung gewährt werden kann.
Zielrichtung der Mitarbeiter vor Ort ist es aber zu prüfen, ob im November an bestimmte Absolventen Kleinkredite vergeben werden können. Das eröffnet ärmsten Studenten die Möglichkeit, ein Mini-Unternehmen wie etwa einen Schneiderservice zu gründen, wozu sie aus eigenen finanziellen Kräften sonst nicht in der Lage wären. Daraus könnte ein entscheidender Impuls zur wirtschaftlichen Entwicklung dieser Region erwachsen, die sich ganz besonders durch den Mangel an lokalen Geschäften geprägt ist. Damit kann eine ganze Familie abgesichert werden - ja sogar die Versorgung von Waisen aus der Verwandtschaft oder Umgebung bewerkstelligt werden. Voraussetzung dafür ist u.a. ein eigenes Konto des Vereins. Und das wird, ganz nebenbei, wie soll es anders sein in Afrika - die Verantwortlichen noch einige Kraftanstrengungen in den kommenden Wochen kosten. In Kürze folgen die Reiseberichte.
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